Das Fahrrad als Lifestyle-Produkt

Rennräder sind wieder voll im Trend. Vor allem in Szenestädten wie Berlin, Hamburg und München hat man das Rennrad wieder neu erfunden. In den 80ern wurden sie das erste mal richtig bekannt. Vor allem die tollen Modelle von Peugeot, Bianchi und Colnago sind auch jetzt wieder total im Trend. Die Bikes müssen absolut retro sein, und dafür kann man auch einiges für bezahlen. Richtig gute erhaltene oder frisch aufpolierte Bikes sind so Feuer wie schon lange nicht mehr. Das Fahrrad hat in solchen Stadt mittlerweile einen ganz schön hohen Stellenwert und viele Neider klauen die tollen Bikes.

Vor allem in Berlin werden die Räder mehr und mehr so minimalistisch wie nur möglich. Die Fahrer sind voll im Trend. Schöne Rahmen die meist aus Stahl oder Aluminium sind glitzern in der Sonne. Auch die schmalen Reifen und vor allem der fixierte Gang machen diese Räder aus. Der Clou hierbei ist nämlich, dass das Rad so wenig Teile mit sich bringt wie möglich, nicht einmal Bremsen sind vorhanden. Schutzblech und Gepäckträger fallen erst recht weg. Würde man bei diesem Rad rückwärts treten, würde es auch rückwärts fahren. Dass das illegal ist stört in Berlin niemand, denn die Straßenverkehrsordnung schreibt eigentlich vor dass Fahrräder mindestens zwei Bremsen haben müssen.

Bei diesen besonderen Fixes oder auch bei den Singlespeeds kommt es mehr auf das Design und den Lifestylefaktor als auf alles andere an. Außerdem sollte das Rad natürlich schnell sein. Ursprünglich kommt der Trend aus den USA, nämlich aus dem trendbewussten NY. Jeder schraubt jedoch mittlerweile auch in Deutschland an seinem Rad rum und die Flohmärkte sind ebenfalls von Vintageteilen für die Räder überfüllt. Auf jeden Fall ein schöner, aber sehr teurer Trend.

 

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Lady Gaga ist nicht zu bremsen

Lady Gaga, Quelle: ama_lia_flickr

Lady Gaga ist ein verschlüsseltes Gesamtkunstwerk. Die Kritiker sind sich bei der Frage, wer Lady Gaga wirklich sei, nicht einig und neigen zu Unter- oder eben Überschätzung. Fest steht, dass seit Madonna erstmal darüber diskutiert wird, ob die Queen of the Pop nicht doch von jemand anderem getoppt werden kann. Und da sind wir wieder bei Lady Gaga, der Sängerin und Performancekünstlerin Stefani Joanne Angelina Germanotta.

Ihre Karriere ist noch jung. Zwei Alben hat sie gerade mal veröffentlicht, “The Fame” und “Born This Way”. Obwohl das zweite Album erst letzte Woche erschienen ist, konnte Gaga insgesamt 15 Millionen Alben und 51 Millionen Singles verkaufen. Die “Clics” auf YouTube sind längst über die 1,5 Milliarden Marke hinaus. Dabei kann nur jeder Musik-Kritiker bestätigen, dass ihre Musik nun wirklich nichts Besonders und vor allem nichts Gutes ist. Es geht also nicht um Musik. Doch wie konnte die “Sängerin” die berühmte Oprah Winfrey von dem ersten Platz der bestverdienenden Vertreter der amerikanischen Showbranche verdrängen?

Lady Gaga sagte selbst in einem Interview Folgendes: “Die Leute sollen mich niemals als menschliches Wesen sehen. Ich trinke auf der Bühne noch nicht mal Wasser, weil ich möchte, dass sich das Publikum auf meine Kunst konzentrieren und sich entführen lassen soll. Der Künstler muss im Himmel sein”. Im Himmel schwebt sie tatsächlich nicht nur mit ihrem Geld, sondern auch Erfolg. Sogar bei der Queen zögerte Gaga nicht einmal von ihrer Kunst abzuweichen. Sie erschien auch bei den britischen Royals im roten Latexkostüm. Ihre Performance war sogar im Museum Of Contemporary Art in Los Angeles eingeladen.

Noch kann man die Frage, ob die Lady Gaga nun tiefgründig oder oberflächlich auf ihrem Gaga-Imperium schwebt, nicht beantworten. Andy Warhol hätte allerdings sicherlich die Frage knacken können.

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Peter Falk, ein Nachruf

Peter Falk, Quelle: zolierdos_flickr

Am 23. Juni verstarb der amerikanische Film- und Fernsehschauspieler Peter Falk im Alter von 83 Jahren in Beverly Hills. Seine Popularität und große Bekanntheit erlangte Peter Falk durch seine Rolle als schrulliger und immer auf den ersten Blick geistig etwas in einer anderen Sphäre weilender Inspektor „Columbo“.

Erstmals ermittelte der allerdings nur scheinbar verplante Kriminaldetektiv in einem Fernsehfilm namens „Mord nach Rezept“ im Jahre 1968. 1971 bis 1977 wurde dieser Film aufgrund seiner großen Beliebtheit und Zusprache zu seiner Serie weiterentwickelt, von der knapp siebzig Folgen über drei Jahrzehnte hinweg in sechsundzwanzig Ländern zu sehen war. Man kann also durchaus davon sprechen, dass sich Peter Falks „Columbo“ auch einer generationsübergreifenden Beliebtheit erfreute. Diese war sogar so groß und seine schauspielerische Leistung derart geachtet, das sie mit vier Emmys für die Darstellung des Inspektors mit dem Trenchcoat gewürdigt wurde.

Vor diesem Hintergrund ist immer ein wenig in Vergessenheit geraten, dass Peter Falk neben „Columbo“ auch noch andere Rollen spielte. Noch bevor er Ende der Sechzigerjahre damit begann, Verbrechern nachzuspüren und Verbrechen aufzuklären, war er Anfang der 1960er Jahre sogar zweimal für einen Oscar in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ mit seinen Rollen in den Streifen „Unterwelt“ und „Die unteren Zehntausend“ nominiert.

Peter Falk, der am 16. September 1927 in New York das Licht der Welt erblickte, war schon früh vom Schicksal gezeichnet. Die für ihn markante Mimik des leicht zugekniffenen linken Auges als eine Art Markenzeichen ist darauf zurückzuführen, dass Falk im Alter von sechs Jahren sein rechtes Auge bedingt durch einen Tumor entfernt werden musste und Falk seitdem ein Glasauge trug.

Bevor Peter Falk als Schauspieler in der Branche bekannt wurde, war er Koch bei der Marine, schloss ein Studium der Literatur-, Politik-, und Verwaltungswissenschaften ab und begannt nach einem erfolglosen Bewerbungsversuch beim US-Auslandsgeheimdienst CIA eine Anstellung bei einer Finanzbehörde in Conneticut. Über eine Schauspielgruppe von Laien entstand bei ihm das Interesse für die Schauspielerei, im Zuge dessen er nach New York zurückkehrte und 1958 seine erste kleinere Kinorolle spielte.

Peter Falk war in seinem Leben zwei Mal verheiratet und hatte zwei Adoptivtöchter aus der ersten Ehe. Bereits 2007 wurde öffentlich, dass Peter Falk an Alzheimer litt, welches sich so stark auswirkte, dass er sich nicht einmal mehr an seine Filmrolle als „Columbo“ erinnern konnte. Seit 2009 stand er daher unter der Vormundschaft seiner zweiten Frau, die laut seinem schon vor Ausbruch der Krankheit gemachten Testament sein gesamtes Millionenvermögen erben wird. Seine beiden Töchter hingegen sollen nach dem Testament einen sechsstelligen Betrag erhalten. – Angeblich solange sie das Testament nicht anfechten.

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